Simon auf Weltreise

Meine Abenteuer in Neuseeland und Südamerika 2008/2009

Money, Money, Money und die Kiwi-FDP

Posted on | September 30, 2008 |

Irgendwie schimpft in den letzten Tagen hier jeder über die blöden Amerikaner, die blöde Weltwirtschaftskrise und das blöde verlorene Geld. Ich nicht. Denn ich habe heute Geld bekommen. Mein Chef hat mir gestern nämlich mitgeteilt, dass sie mich künftig für meine harte Arbeit hier auch ein wenig entlohnen werden. Ist zwar nicht soo viel Geld, aber meine Ausgaben für Miete, Essen, Trinken etc. sollte es in etwa decken.

Neben meiner “normalen” Arbeit (heute war ich zum ersten Mal bei einem externen Client-Meeting dabei)  habe ich in den letzten zwei Wochen vor allem an meinem Maya-Projekt gearbeitet oder habe die Abende gemeinsam mit meinen Mitbewohnerinnen vor unserem neuen Fernseher verbracht (gestern: “Into the Wild“; wirklich sehr zu empfehlen!).

Einen etwas merkwürdigen Menschen habe ich am letzten Freitag kennengelernt: Nachdem wir zuerst eine Preisverleihung für eine “entrepreneurship challenge” in der Auckland University besucht haben, bin ich anschließend zusammen mit meinem Arbeitskollegen Bon zu einer Art “Studentenhaus” gelaufen. Das ganze Haus mitsamt den Bewohnern hat mich ein wenig an ein Verbindungshaus erinnert. Diese Studenten hatten nun ausgerechnet an diesem Abend keinen geringeren als den Parteivorsitzenden der drittstärksten Partei NZ’s zu Gast. Also saßen wir (etwa 10 Mann) den ganzen Abend in deren Wohnzimmer und haben uns mit diesem Möchtegern-Machthaber unterhalten, genauer: ihm zugehört, wie es sich und seine Politik promoted. Diese Self-Promotion hat er auch dringend nötig, schließlich wird in ein paar Wochen das Parlament von NZ neu gewählt und er liegt mit seiner Partei in den Umfragen nicht gerade gut im Rennen. Auch wenn mir ein paar seiner Ideen sinnvoll erschienen, empfand ich ihn trotzdem eher unsympathisch. Insgesamt würde ich seine Ansichten etwa der deutschen FDP zuordnen. Naja, wenn er’s in hier in NZ nicht ins Parlament schafft, kann ers ja mal dort versuchen, wo die sog. “liberalen” Parteien mehr Zuspruch finden, zum Beispiel in Bayern ;-)

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