Simon auf Weltreise

Meine Abenteuer in Neuseeland und Südamerika 2008/2009

Gracias y Adios

Posted on | März 25, 2009 |

Desoefteren habe ich im letzten halben Jahr an diesen heutigen Tag gedacht, den letzten Tag meiner Reise, und mit einigem Wehmut blicke ich zurueck auf die vergangene Zeit. Ende August 2008 habe ich Deutschland verlassen. Ziemlich genau 7 Monate sind seitdem vergangen, in denen ich viel erlebt habe, sehr viel. Es waren lehrreiche, interessante, spannende, amuesante, nicht immer ganz einfache und unkomplizierte, aber dennoch schoene Tage gewesen. Ich habe zwei Kontinente besucht, bin mit dem Flugzeug quasi einmal um die Welt geflogen, habe ueber 6000km mit dem Auto in Neuseeland zurueckgelegt und bin ueber 250 Stunden (=1,5 Wochen) in Suedamerika Bus/Jeep gefahren (darunter uebrigens 11(!) Nachtbusfahrten), dazu kommen einige Stunden per Boot und Mountainbike und viele, viele, sehr viele Kilometer zu Fuss. Ich habe oft versucht, das “Aussergewoehnliche” zu erleben, “off the track” zu bleiben, was mir manchmal, nicht immer, gelungen ist. Neue Erfahrungen gab es allemal. Nicht selten hatte ich mit den fremden Sprachen zu kaempfen, konnte tagelang kein einziges deutsches Wort sprechen und fuehlte mich trotzdem wohl. Ich habe mit dutzenden und hunderten neuen, netten Menschen Freundschaft geschlossen, faszinierende und doch so unterschiedliche Laender, Sitten, Kulturen, Landschaften kennengelernt und so wahrscheinlich auch mein eigenes Weltbild ein wenig “zurecht ruecken” koennen. Es war sicherlich kein Urlaub zum Relaxen gewesen, es war eine anstrengende Reise, aber ich bereue nichts.

Neuseeland und Suedamerika haetten unterschiedlicher kaum sein koennen. NZ ist klein, in SA ist alles einfach groesser (abgesehen von den Einwohnern). NZ ist malerisch, freundlich und ein Top-Reiseziel, SA ist atemberaubend, exzessiv und eine Herausforderung. NZ ist ein sicheres Touristenparadies, SA erfordert staendige Aufmerksamkeit und viel Selbstaendigkeit. NZ ist sauber, gruen und teuer, SA ist dreckig, laut, braun, bunt und sehr billig. NZ ist fest in der Hand von 18-22jaehrigen, deutschen Touristen, in Suedamerika findet man kaum Gringos unter 25 Jahren. Mit einem Wort: NZ ist toll, aber gewoehnlich, Suedamerika ist anders und damit ein “echtes” Abenteuer. Es ist unmoeglich, pauschal zu sagen, was mir besser gefallen hat, ich bin einfach froh, dass ich beide Seiten kennenlernen durfte.

Ich moechte mich bedanken bei so vielen Leuten: bei all meinen Blog-Lesern und E-Mail-Schreibern von zu Hause, bei Tom, Mike C., Malcolm, Jason, Neo, Ivone und all meinen anderen Kollegen von gardyneHOLT, die mich von Anfang an so freundlich aufgenommen und meinen Aufenthalt in Auckland so angenehm gestaltet haben, natuerlich auch bei allen deutschen (und nicht-deutschen) Praktikanten-Stammtisch-Kollegen (danke fuers Paket-Verschiffen, Ivo). Ein grosses Dankeschoen an Miho und alle anderen “Flatties” fuer die netten gemeinsamen Stunden und Gespraeche. Danke an Susann, Lars, Hanna, Resi und Max (CU in B.!), danke an Marc, Adam, Ben, Jaqueline, Jakob, Jo, Diana, Chris und all die anderen, dutzenden Travel-Mates, die ich waehrend meiner Reise kennenlernen durfte. Es war mir ein Vergnuegen!
The biggest ‘thank you’ is for you, Bon, the nicest person I’ve ever met on this planet; thank you not only for the deal with your car, but also for the countless funny and encouraging hours we could spend together. Sweet as, amigo!
Schliesslich und endlich Danke an einen Eltern (gilt auch fuer den Rest der Familie) fuer die Unterstuetzung in jeglicher Hinsicht und die vielen aufmunternden Worte (trotz ihrer verstaendlichen Besorgnis).

Ich glaube, gerade wenn man so lange unterwegs ist, lernt manche Dinge aus der Heimat wirklich richtig zu schaetzen: Essen, Gewohnheiten, gute Freunde, einen richtigen Alltag. Ich glaube es dauert einige Zeit, dann fuehle ich mich wieder richtig wohl “zu Hause”. Ich glaube, ich lege mich zuerst einmal einen Tag lang auf die Couch vor den Fernseher und geniesse das sichere Zuhause, wo man nicht staendig auf Passport und Kreditkarte aufpassen muss. Sauerbraten mit Kloessen waere auch nicht schlecht, dazu eine richtig gute Brotzeit mit Bier. Yammi, yammi. Ich sage ‘Danke’ und ‘Auf Wiedersehen’, Deutschland, ich komme!

Comments

6 Responses to “Gracias y Adios”

  1. Volker
    März 25th, 2009 @ 19:36

    Wir freuen uns auch wieder auf dich :)

  2. Daniel
    März 25th, 2009 @ 23:52

    Simi, wir erwarten dich :-)

  3. Frido
    März 26th, 2009 @ 00:43

    Ich kann mich nur anschließen - bis bald :)

  4. Andy
    März 27th, 2009 @ 01:28

    Jep, hoffe du kommst gut nach Hause, ich folge dir dann morgen unauffällig… :-) Bis denne

  5. Simi
    März 27th, 2009 @ 13:24

    So, bin ohne weitere Zwischenfaelle in Deutschland angekommen! Alles noch sehr fremd, aber ich werd mich dran gewoehnen.

  6. Ulf
    Mai 5th, 2009 @ 06:06

    Hi Simi,

    auch wenn es etwas spät ist, aber habe die letzten Berichte auch erst jetzt gelesen: Echt mega-geile(!) Abenteuer-Tripps die du so gemacht hast, gut dass du auch alles (fast) gut überstanden hast.

    Viele Grüße aus Australien
    Ulf

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