Simon auf Weltreise

Meine Abenteuer in Neuseeland und Südamerika 2008/2009

Das Wandern ist des Muellers Lust

Posted on | Januar 17, 2009 |

Das schoene Wetter ist uns, also meinem treuen Reisebegleiter Max (Nachname: Mueller; daher auch die Ueberschrift) und mir, in den letzten Tagen immer noch treu einigermassen geblieben und so konnten wir uns endlich wieder weiterhin sportlich aktiv betaetigen und so die wahre Schoenheit der Suedinsel hautnah erleben.

Wanaka - swimming and mountain biking
Nach einem kurzen abenteuerlichen Abstecher zu einem verlassenen Goldgraeber-Tunnel ging es mit dem Auto immer weiter Richtung Sueden, entlang an der Westkueste, ueber alpine Paesse und vorbei an malerischen Bergkulissen und Bergseen. In Wanaka hat es uns schliesslich so gut gefallen, dass wir einfach geblieben sind, am See gechillt haben (im Vergleich zum Pazifik war das Wasser sogar relativ warm) und mit dem Mountainbike die oertlichen Trails erkundet haben.

Queenstown, Wanderung zum Queenstown Hill, 500hm, 2h return
Weiter ueber nicht minder beeindruckende Berglandschaft erreichten wir am naechsten Tag Queenstown, das touristische Epi-Zentrum in den Southern Alps. Die Stadt ist Anlaufpunkt fuer saemtliche Aktivitaeten, fuer die NZ eben beruehmt ist: Sky Diving, Rafting, Kayaking, Heli Flights, 4WD und natuerlich Bungy Jumping. Ich habe mich fuer die preiswerteste Option entschieden und bin einfach am Abend noch den Queenstown Hill hoch gewandert, um ein paar nette Pics von der Stadt, dem See und der schoenen Landschaft zu schiessen. Dort oben gab es wie erwartet nur sehr wenige andere Touristen, den ganzen teuren Rest, also Bungy Jumping & Co., ueberlasse ich also mal lieber den faulen 08/15 Touris, denn das kann/macht ja eh jeder ;-)

Alter Goldgraeber-Tunnel Ich im Backpacker-BMW Auf dem Weg nach Wanaka Auf dem Weg nach Wanaka Mountainbiking naha Wanaka Mountainbiking auf schmalen Trails Mit dem Fahrrad auf dem Gipfel Mountainbiking ist anstrengend! Unser Backpacker-BMW Queenstown von oben Blick vom Queenstown Hill

Milford Sounds, Wanderung zum Key Summit, 400hm, 2h return
Auch am naechsten touristischen Must-See, den beruehmten Milford Sounds, wo Tausende und Millionen Bus-Touristen taeglich herumstolzieren und die Aussicht versperren, haben wir uns die eigentlich obligatorische Boots-Tour auf dem “einsamen” und “ruhigen” Fjord gespart und sind stattdessen wieder einmal gewandert, diesmal sogar auf einem sog. “Great Walk”, dem Routebourne Track. Ziel war der Key Summit, ein netter Aussichtspunkt mit einem ebenso netten Nature Walk (mit schoenen Erklaerbildchen zu Natur und Maori-History).

Auf dem Key Summit Max in Poserlaune Milford Sounds Homer Tunnel vor den Milford Sounds Auf dem Weg zu den Milford Sounds

Te Anau, Wanderung auf dem Kepler Track, 30km, ca. 1000hm, 8h return
Der naechste Tag war zwar nicht mehr sonnig, der Regen blieb aber aus, also sind wir wieder…richtig geraten… gewandert. :-) Diesmal sollte es aber kein kleiner Spaziergang sein wie die Abende zuvor, sondern eine “richtige” Wanderung auf einem der bekanntesten Wanderwege in NZ, dem Kepler Track. Da wir nur einen Tag unterwegs waren, mussten wir uns auch keine Gedanken ueber Huetten-Reservierung etc. machen. Gesehen haben wir trotzdem die schoensten Ecken auf diesem Great Walk, der eigentlich 3-4 Tage dauert. Nach einem langen, aber technisch einfachen Aufstieg auf ca. 1100 Hm, einem Mittags Lunch in der Luxmure Hut (eigentlich Uebernachtsplatz fuer den 1.Tag) und einem Abstecher zum kleinen, aber feinen Hoehlensystem der Luxmore Caves machten wir uns wieder an den Abstieg (leider der gleiche Weg) und erreichten nach stolzen 30km wieder unseren (immer noch nicht ausgeraubten) ultimativen Backpacker-BMW.

Unser Hostel in Te Anau Kiwi Zone am Kepler Track Kepler Track Kepler Track Lake Te Anau Luxmore Hut Unser 4 Gaenge Mittagslunch Luxmore Caves Kepler Track Seltsame Baume am Kepler Track Schafe vor unserem Hostel

Clifden Caves, Hoehlenwandern, 40min one way
Heute morgen fiel das Wetter dann leider endgueltig in den hier ueblichen regnerischen “Normal-Zustand” zurueck (nicht vergessen, wir befinden uns hier an einem der regenreichsten Gebiete der Welt!!!), und unser geplanter Kayaking- und Fishing-Ausflug fiel dem starken Wind zum Opfer. Im Nachhinein erwies sich das vielleicht sogar als Gluecksfall, den sonst haette ich evtl. eines meiner bisherigen absoluten Favourite-Erlebnisse hier in NZ vielleicht verpasst: Hoehlenwandern. Schliesslich erlebt man es sicher nicht jeden Tag, sich robbend, kriechend und durch huefthohes Wasser halb watend, halb schwimmend, von einer zur naechsten Tropfstein-Hoehle vorzuarbeiten, durch enge Spalten quetschend, alleine, in vollkommender Dunkelheit, nur manchmal von einigen Gluehwuermchen beobachtet, ohne Guide, und nur mit einer Taschenlampe und einer Kamera bewaffnet, um schliesslich nach fast einer Stunde und endlosen Gaengen und Hoehlen klatschnass den Ausgang zu erreichen. Danke, danke liebes DOC, denn gerade deshalb liebe ich euer Neuseeland! Und danke liebe 08/15 Touristen, danke dafuer, dass ihr euch lieber in klimatisierten Bussen tummelt und lieber nach Queenstown oder Milford pilgert, und so dafuer sorgt, dass eine solche atemberaubende Location mitten im Nirgendwo weiterhin ein Geheimtipp bleiben wird. Danke! :-)

Eingang der Clifdon Caves Anscheinend nicht ungefaehrlich diese Hoehlen Ich in den Clifdon Caves Ja, genau dort unten ging es weiter Ganz viele Tropfsteine Swimming Pool: Dort war schwimmen angesagt

Comments

2 Responses to “Das Wandern ist des Muellers Lust”

  1. Daniel
    Januar 19th, 2009 @ 23:55

    Hey Simi, so groß ist die Insel doch gar nicht wie du da immer rumwanderst! Aber dein 08/15 touristen-bashing ist echt hart, deine Backpackerkarre hebt sich von denen natürlich total ab :-)

    Lass dich nicht von den Kiwis fressen,
    lieben gruß,
    danil

  2. Simi
    Januar 22nd, 2009 @ 00:30

    Stimmt, klingt echt hart. Ich muss wohl aus irgendeinem Grund damals einen Hass auf die anderen Touristen gehabt haben, als ich den Artikel geschrieben habe ;-)

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